| Die Pädagogik des Hörens und Horchens |
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„Das Horchen (...) setzt eine gute Unterscheidung des Gehörten, die Fähigkeit zur Klanganalyse voraus: Es ist dies die Fähigkeit, (...) die zum Beispiel jeder von uns beim Schreiben einsetzt, um jedes Wort rasch und sicher in seine einzelnen Laute zu zerlegen. Es ist aber auch die Fähigkeit, sich auf die ´Wellenlänge´ seines Gegenübers einzustellen, ihn wirklich zu verstehen.“
Die Pädagogik des Horchens dient der Erziehung des Ohres zum besseren analytischen Hören und somit zum Horchen. Da das Gleichgewichtsorgan nicht in Unabhängigkeit zu dem Hörorgan betrachtet werden kann, ist davon auszugehen, dass ein rein akustischer Reiz auch auf den Körper Auswirkungen hat. Verdeutlicht werden kann dieser Zusammenhang daran, dass wir bei bestimmten Rhythmen den Drang danach haben, uns zu bewegen. Eine Förderung des Gehörs kann somit auch das Körpergefühl, die Motorik etc. positiv beeinflussen. Neben der körperlichen Komponente der Horcherziehung kann auch ein deutlicher psychologischer Effekt erzielt werden: das Bewusstsein wird gestärkt, und somit die Problemlösefähigkeit gefördert. Probleme verschwinden durch die Horcherziehung natürlich nicht, aber sie werden in eine reale Distanz gerückt, welche die betreffende Person handlungsfähiger macht.
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